Verleihung der Bürgermedaille an unsere Stadträtin Maria Haucke

Veröffentlicht am 05.07.2014 in Lokalpolitik

Wenn nicht Maria Haucke, wer sonst?

Am vergangenen Mittwoch wurde die Bürgermedaille der Stadt Landshut in Gold an unsere Stadträtin Maria Haucke für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement verliehen. Maria Haucke ist ein Vorbild für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, ohne solche Menschen würde es viele soziale Projekte zur Unterstützung benachteiligter Bürgerinnen und Bürger nicht geben wie zum Beispiel das Fraunhaus, das Schutz und neue Zuversicht für psychisch und physisch misshandelte Frauen bietet. Für den Kampf um Kinderbetreuungsstätten wurde Frau Haucke noch vor Jahrezehnten verteufelt und am liebsten von den konservativen Gruppierungen unseres Stadtrates in die ehemalige DDR verbannt. Und wie schaut es heute aus? Alle schreien regelrecht nach mehr Kinderbetreuungsplätzen. Was Maria Haucke noch alles für die Stadt und vor allem für die Landshuter Bürgerinnen und Bürger vollbracht hat, könnt ihr gerne hier weiterlesen....

Maria Haucke - ganz persönlich

Am 7. März 1949 wurde ich als 4. von 5 Kindern des Stahlwerkarbeiters (Konvertersteuermann) Michael Gebhard und seiner Frau Theresia Gebhard geboren.

Ich bin verheiratet mit Rolf Haucke, ehemaliger Zweiter Bevollmächtiger der IG-Metall Landshut, habe zwei Söhne und zwei Schwiegertöchter, auf die ich sehr stolz bin und ich bin stolze Großmutter von fünf tollen Enkelbuben.

1965 Mittlere Reife bei den Armen Schulschwestern in Amberg und anschließend Ausbildung zur Stenotypistin in der Maximilianshütte Sulzbach-Rosenberg.

Danach arbeitete ich als Sekretärin des Abteilungsleiters in der Abteilung Stoffwirtschaft und Auswertung der Maxhütte.

Dann kamen 10 Jahre Erziehungspause, in denen ich mich hauptsächlich um meine Kinder kümmerte.

Seit 1976 lebe ich in Landshut.

Ab 1980 war ich als Verwaltungsangestellte in der AOK bis zur Rente (Buchhaltung, Arzt- und Apothekenabrechnung, Sachbearbeiterin für Zahnersatz, später für Befreiung von Zuzahlungen, die letzten ca. 12 Jahre für Anschlußheilbehandlungen und Rehabilitation) tätig.

Seit 1984, also aktuell 30 Jahre, unterstütze ich als Stadträtin die SPD-Fraktion.

Meine Ehrenämter:

Elternbeirätin in den Kindergärten und Schulen meiner Kinder

Ab 1978 jahrelang Übungsleiterin beim TV 64 Landshut für Frauenturnen, was heute Pilates heißt, Mutter-und Kind-Turnen und Seniorengymnastik. Diese von mir heißgeliebte Tätigkeit mußte ich leider nach der Stadtratswahl 1984 bald aufgeben, weil es zeitlich neben Beruf, Familie und Stadtrat nicht zu schaffen war, die Übungsstunden fanden überwiegend am Nachmittag statt.

1980 Mitbegründerin und jahrelange stellvertretende Vorsitzende der Frauenhausinitiative. Der Weg bis zum Erfolg dauerte 17 Jahre.

8 Jahre Jugendschöffin

Gründerin der ÖTV-Frauen und 10 Jahre deren Vorsitzende

10 Jahre Vorstandsmitglied im ÖTV-Kreisvorstand (heute Ver.di)

Mitglied im DGB-Kreisfrauenausschuss

18 Jahre Schriftführerin im Schülerförderverein, der Kinder fördert aus sozial schwachen Verhältnissen, Kinder mit nicht deutscher Muttersprache,  Kinder, die auf Grund von eigener Krankheit oder Krankheit der Eltern oder schwierigen Familienverhältnissen in der Schule nicht die geforderten Leistungen bringen können.

Ehrenämter in der SPD

Jahrzehntelang Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen

12 Jahre Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Landshut West

25 Jahre Vorstandsmitglied im Stadtverbandsvorstand in wechselnden Funktionen:  Schriftführerin, Beisitzerin, kooptiertes Mitglied als Ortsvereinsvorsitzende. 

Aktuelle Ehrenämter:

Vorstandsmitglied beim TV 64 Landshut

Seit 2009  Vorstandsmitglied im Kath. Frauenbund der Gemeinde St. Nikola

Seit 2010 Pfarrgemeinderatsmitglied der Pfarrgemeinde St. Nikola

Seit 2007  Kuratorium Freundeskreis Stadtmuseum

Stadtrat

1984 Einzug in den Stadtrat

1993 – 1996 stellv. Fraktionsvorsitzende        

1996 -1998 Fraktionsvorsitzende

Ausschüssse in den 30 Jahren:

Hauptausschuss, Haushaltsausschuss, Klinikumssenat, Aufsichtsrätin LEG (bei der Gründung),       6 Jahre im Personalsenat (1984-1990), 6 Jahre Senat für Stadtentwicklung Planung, seit 1984, also seit 30 Jahren und wieder im Kultursenat, 18 Jahre Sozialausschuß (1984-1996 und 2008-2014) und jetzt wieder, 18 Jahre Jugendhilfeausschuss (1984-1996 und 2008-2014)

Mitglied im Zweckverband Berufliche Schulen für Stadt und Landkreis seit der Gründung.

Mitglied in der Verbandsversammlung und im Verbandsausschuss und seit Baubeginn und Sanierung der BS im Bauherren-Jourfix der BS 1 und auch der BS 2 als Vertreterin für die Stadt Landshut im Zweckverband.

Diese Arbeit mache ich gerne, es schön ist, etwas Neues mit aufzubauen und gestalten zu können. Deshalb freue ich mich, wieder im ZV BS zu sein. Auch wenn diese Arbeit sehr zeitaufwendig ist.

24 Jahre im Zweckverband Niederbayerisches Landestheater, früher Südostbayerisches Städttheater (1990 – 2014)

Mitglied im Quartiersbeirat Soziale Stadt Nikola

6 Jahre (1984 – 1990) Verwaltungsbeirätin für Erwachsenenbildung , hier habe ich gut mit der VHS zusammengearbeitet und auch eine damals schwierige Zeit mit meistern dürfen. Außerdem habe ich den Kontakt mit den anderen Bildungswerken in der Stadt gepflegt. Besonders gut gelungen war das mit dem CBW.

24 Jahre (1990 – 2014) und wieder Verwaltungsbeirätin für das Stadttheater. Auch hier war die Zusammenarbeit eine sehr fruchtbare mit dem Geschäftsführer Rudi Senff und den jeweiligen Intendanten Schlette, Reithmeier und jetzt Tilch, wie auch mit den Musik- und Generalmusikdirektoren Morasch, Bogasch und jetzt Coleman. Die Belange des Theaters konnten über die Jahre in Zusammenarbeit mit dem Theater und den Zuständigen in der Stadtverwaltung in der Regel zur Zufriedenheit gelöst werden.

Von Vorteil war natürlich, dass ich als Verbandsrätin im Zweckverband Ndb.Landestheater auch einen Überblick über die Theaterlandschaft und –situation  in Landshut, Passau und Straubing hatte. Es war eine Tätigkeit, die mir viel Freude gemacht hat.

Als Verwaltungsbeirätin will ich mich auch weiter um das Stadttheater kümmern, was besonders in der jetzigen, neuen und wahrscheinlich jahrelangen Interimszeit im Zelt wichtig ist.    

Als Ehrenämter in der Stadtratsarbeit kann man bezeichnen: die Verwaltungsbeiräte (keine extra Vergütung) und

auch den Zweckverband Niederbayerisches Landestheater, da dieser Zweckverband für sich (einstimmig) beschlossen hat, auf Sitzungsgelder zu verzichten.

Besondere Anliegen im Stadtrat über die Jahre

Mein erster HH-Antrag war die Einrichtung eines Sozialdienstes am Klinikum und weil der abgelehnt wurde, habe ich gleich meinen ersten HH abgelehnt (!)

10 Jahre Einsetzen für eine Gleichstellungsstelle – die haben wir inzwischen erreicht

10 Jahre Einsetzen für die Betreuung von Grundschulkindern in den Ferien bis zur Verwirklichung in der Kastanienburg

13 Jahre Einsetzen im Stadtrat für die Einrichtung eines Frauenhauses bis zum Erfolg 1997. Diese Debatten im Stadtrat waren die, die die meiste Kraft gekostet haben, wenn ich heute zurückdenke. Hier war man von Anfeindungen, Lächerlichmachen und Angriffen politischer und persönlicher Art am meisten betroffen. Um so schöner war der Erfolg und die Erleichterung, als es endlich geschafft war.

Jahrelange Bemühungen im Jugendhilfeausschuss, die Hortsituation an den Landshuter Schulen einzuführen und zu verbessern. Anträge zur Einrichtung von Kinderkrippen sind sogar noch in den 90er Jahren immer gescheitert.

Die Einrichtung ausreichender Kitas wird mir immer wichtig sein, auch wenn ich nicht mehr im Jugendhilfeausschuss bin.

Ebenso das Anstreben einer städt. Wohnungsbaugesellschaft zusammen mit meiner Fraktion, was bisher immer gescheitert ist. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum.

Die Errichtung eines Stadtmuseums liegt mir sehr am Herzen und ich hoffe, dass ich die Einweihung, zumindest des 1. BA, noch als Stadträtin erleben darf.

Soziales, Kultur und Bildung waren für mich immer die wichtigsten Punkte in meinem Stadtratsleben, weil ich meine, dass eine gerechte Welt mit gebildeten, aufgeklärten und kultivierten Menschen die bessere gegenüber einer gewinnorientierten, individualisierten Gesellschaft ist.

Außerdem habe ich mich stets innerhalb und außerhalb des Stadtrates für die Gleichberechtigung der Frauen im Beruf , Parteien, in der Gesellschaft, für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (ausreichende Hort- und Kindergartenplätze und Krippenplätze) eingesetzt. Teilzeitarbeit und familienfreundliche Arbeitsplätze waren das Hauptthema in meiner Zeit als ÖTV-Frauenausschussvorsitzende.

Die Arbeit im Kollegium des Stadtrates war bisher eine gute Zeit für mich. Trotz oftmals unterschiedlicher Auffassungen und einem manchmal ganz schönen Grant meinerseits möchte ich sie nicht missen. Ich habe in dieser Zeit  mit ganz vielen guten und sympathischen Kollegen und Kolleginnen zusammenarbeiten dürfen.

Das gilt auch für die Verwaltung, die immer kooperativ war.

 

 

 

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