Mitgliederehrung bei der Landshuter SPD

Veröffentlicht am 07.11.2010 in Veranstaltungen

Johanna Werner-Muggendorfer, SPD-Funktionäre mit den Geehrten/Foto LZ

Dietmar Franzke, Eduard Korber und Karl Reiter haben eins gemeinsam: Sie besitzen seit 50 Jahren ein SPD-Parteibuch. Bei der Mitgliederversammlung am 30.10. im Clubzimmer des Theaterrestaurants Bernlochner wurden sie und weitere Genossen für ihre Treue zur Partei geehrt.

Nachdem er die Urkunde erhalten hatte, sagte Dietmar Franzke kurz und knapp , um was es ihm geht: „Es ist eine Ehre, für die SPD tätig zu sein.“ Er war erst 18 Jahre alt, als er in die Partei eintrat. Später wurde er Stadtrat, AWO-Funktionär und Fischereipräsident; und er saß viele Jahre im Landtag. Eduard Korber (77) sagte, damals einzutreten, sei gar nicht schwer gewesen, es sei ja ein richtig guter Schwung für die SPD gewesen. Diese Zeiten, sagte der einstige ÖTV-Gewerkschafter, sollten bald wiederkommen.
Derart hoffnungsvoll äußerte sich auch Karl Reiter. Der 74-jährige war Stadtrat, unter anderem Fraktionschef. Er erinnerte an die Zeit, als man als Kassierer noch von Haus zu Haus gegangen sei und mit den Genossen politisiert habe. Traurig ist er über den aktuellen Zustand der Stadt-SPD. Das habe mit dem ehemaligen CSU-OB Josef Deimer zu tun. Der sei einfach zu dominant wewesen. Reiter bleibt aber zuversichtlich: „ Das wird schon wieder.“ Die wiedergenesene Betreuungsabgeordnete für Landshut, Johanna Werner-Muggendorfer, gab sich ebenfalls optimistisch: Jetzt gehe es darum, wieder Mitglieder zu werben. Denn klar sei, dass man sich nicht schämen müsse, SPD-Mitglied zu sein. Man könne vielmehr stolz darauf sein, einer Partei anzugehören, die für Solidarität, Freiheit und Gerechtigkeit stehe.
Stadtverbandsvorsitzende Anja König verband den Dank für die langjährige Treue der älteren Mitglieder mit dem Stolz, dass die Partei inzwischen auch sehr junge Leute präsentieren könne. Zum Beispiel die 16 Jahre alte Juso-Chefin Kerstin Hielscher.
Bürgermeister Gerd Steinberger bezeichnete den Tag einer Mitgliederehrung als einen besonderen Tag: „Wir ehren diejenigen, die uns über viele Jahre hinweg die politische Richtung gewiesen haben.“ Wer in Landshut zur SPD gehe, tue dies nicht um irgendwelcher Vorteile willen. Es gehe darum, den Gedanken der Sozialdemokratie in sich zu tragen. Dazu gehöre die parteiinterne Diskussion, das Zuhausesein in allen politischen Feldern, schließen sei die SPD eine Volkspartei. Und man müsse auch Unangenehmes mittragen. Steinberger fügte noch hinzu, dass der jetzige Aufschwung in Deutschland in der Regierung Schröder begründet sei.
Anja König blickte nach vorn: „Solange wir nicht stillhalten, können wir viel bewegen.“ Mit deutlichen Worten sagte sie, wo es langgehen soll. Die Stadtverbandschefin übte heftige Kritik an der CSU, deren Politik zum Himmel Stinke. Anja König sprach sich erneut gegen die Verlängerung der Atomkraftwerk-Laufzeiten aus und appellierte daran, sich an den Kundgebungen zu beteiligen. Außerdem machte sie sich für einen flächendeckenden Mindestlohn und die Bürgerversicherung stark.
Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt:
Rudolf Beinvogel, Helmut Fuchs, Rolf Haucke, Robert Mittermeier und Anton Reil
Bernd Heintze ist seit 30 Jahren Mitglied. Marielle Beck, Peter Beck, Peter Hermann und Hans-Dieter Krüner sind seit 20 Jahren dabei.

 

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