Ein Stück Zeitgeschichte

Veröffentlicht am 11.06.2011 in Regionalpolitik

Auf dem Bild von links nach rechts: Horst und Ute Kubatschka, Reinhard von Loewenich, Anja König

SPD Protokollbuch aus der Vorkriegszeit aufgetaucht.

Einen äußerst erfreulichen Anruf erhielt Stadträtin Ute Kubatschka dieser Tage vom ehemaligen Landshuter Dekan der Evang. Luth. Kirche Reinhard von Loewenich. Er habe vor vielen Jahren von dem ehemaligen SPD Vorsitzenden und Landtagsabgeordneten Günter Wolff das Protokollbuch der Sozialdemokraten aus den Jahren 1909 bis 1933 erhalten und möchte das Buch gerne an die Landshuter Sozialdemokraten zurückgeben.

Anläßlich eines Vortrages war Reinhard von Loewenich am Dienstag dieser Woche in Landshut und überreichte Horst und Ute Kubatschka sowie der Stadtverbandsvorsitzenden Anja König das Protokollbuch. Die handgeschriebenen Protokolle beginnen mit der Generalversammlung und Vorstandswahlen am 18. Juli 1909. Der letzte Eintrag vom 5. Februar 1933 berichtet über die Generalversammlung und den Hinweis des damaligen Vorsitzenden Hans Dietl, daß das "verflossene Jahr durch die fünf Wahlen ein Jahr voll Mühe und Arbeit war und dankte allen Parteigenossen für ihre aufopfernde Mitarbeit". Hans Dietl wurde am Ende der Versammlung noch als Kandidat für den Bayerischen Landtag nominiert, da man mit der baldigen Auflösung desselben rechnete. Damit enden die Eintragungen im Protokollbuch.Wenige Wochen später wurde die Sozialdemokratische Partei von den Nationalsozialisten verboten, sozialdemokratische Abgeordente und Kommunalpolitiker aus den Parlamenten entfernt. Die letzten Seiten im Protokollbuch blieben leer. Stadträtin Ute Kubatschka bedankte sich ganz herzlich bei Reinhard von Lowenich für die Rückgabe des Protokollbuches und der Abend klang in der lauen Sommernacht im Biergarten der Insel aus.

 

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