Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff berücksichtigt soziale Teilhabe

Veröffentlicht am 22.02.2009 in Arbeitsgemeinschaften

Die Gesundheitspolitik stand im Mittelpunkt der letzten Diskussionsrunde bei den SPD Frauen. Vor allem das vom Bundesgesundheitsministerium erarbeitet Konzept, das den Pflegebedürftigkeitsbegriff neu definiert, fand große Zustimmung.
Auch wurde der Wunsch laut, dass die Landshuter Krankenhäuser besser zusammenarbeiten sollten.

Stadträtin Ute Kubatschka wies zunächst darauf hin, dass mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, den der Beirat zur Überprüfung entwickelt und Ende Januar vorgestellt hat, es gelungen sei, endlich eine Ausweitung der Altenpflege über die reine körperliche Versorgung hinaus zu definieren.

Statt wie bisher ausschließlich die Defizite und Einschränkungen bedürftiger Menschen als Ausgangspunkt für Pflege zu nehmen, orientiere sich der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff an der sozialen Teilhabe der Menschen. Die Pflege erhalte damit einen neuen Fokus und sei ganzheitlich ausgerichtet und berücksichtigt endlich auch soziale Bedürfnisse. Die verbesserte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sei insbesondere für Demenzerkrankte wichtig.

Besonders an Demenz erkrankte Menschen, deren Zahl in den kommenden Jahrzehnten stetig ansteigen wird, können mit dem neuen Begutachtungssystem besser berücksichtigt werden. Ute Kubatschka begrüße es sehr, dass die Pflege nicht mehr ausschließlich verrichtungsbezogen und somatisch definiert wird, sondern auch soziale Aspekte wie Betreuung, Beaufsichtigung und Anleitung eine zentrale Bedeutung erhalten. Er ist wegweisend für eine humane, bedarfsgerechte und verbesserte Pflege, die an der Alltagskompetenz ansetzt und Selbständigkeit fördert. Auch der Pflegeberuf erfährt durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff eine Aufwertung.
Kritisch hinterfragt wurde auch die beschlossene Gründung eines Medizischen Versorungszentrums am Klinikum Landshut. Stadträtin Ute Kubatschka führte aus, dass mit dem Medizinischen Versorgungszentrum auch in Zukunft am Klinikum Landshut eine gute Ambulante Betreuung sichergestellt werden kann. Vor allem Krebspatienten mit ihren unterschiedlichen ambulanten Behandlungen werden im Medizinischen Versorgungszentrum optimal versorgt werden.

Die Frage nach einer besseren Zusammenarbeit der Krankenhäuser könne aus Sicht der SPD nur bejaht werden. So hoffe man sehr, dass der Dialog zwischen Stadt und Landkreis in naher Zukunft wieder aufgenommen werden kann, so Ute Kubatschka abschließend.

Bericht vom Treffen der SPD-Frauen am Mittwoch, den 5. Februar 2009

 

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