Kassenwechsel nach City BKK-Insolvenz: Freie Wahl ist Versichertenrecht

Veröffentlicht am 22.05.2011 in Gesundheit & Verbraucher

SPD-Vorsitzende Anja König schaltet Beschwerdetelefon

Nun ist es soweit: die erste gesetzliche Krankenkasse ist insolvent. Immer öfter hören wir davon, dass andere gesetzliche Krankenkassen es ablehnen, die Versicherten der City BKK aufzunehmen. „Das ist gesetzeswidrig und kann so nicht hingenommen werden.“ erklärt die Vorsitzende der Landshuter SPD bei einem Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Johanna Werner-Muggendorfer. Mit einer Beschwerde- und Beratungshotline sollen Betroffene unterstützt werden.

"Das Recht auf freie Wahl einer gesetzlichen Krankenkasse ist ein fundamentales
Versichertenrecht. Wer sich bei Schikanen nicht wehrt, hat häufig verloren. Deswegen habe ich mich entschlossen, Versicherten direkt den Rücken zu stärken. Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger, die beim Kassenwechsel behindert werden, sich direkt an mich wenden. Entweder per mail an: anastasia.koenig@online.de oder aber per Telefon mit der Bitte um Rückruf an Tel: 0176-62627460.“ lautet das Angebot der SPD-Vorsitzenden. Wer vom "Abwimmeln" betroffen ist, sollte sich den Namen des Sachbearbeiters und Stichwörter zum Gespräch notieren. „Ich setze mich dann direkt mit den Betroffenen in Verbindung und werde ihnen zu ihrem Recht verhelfen.“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Gesetzliche Krankenkassen, die Bürgerinnen und Bürger trotz einer Aufnahmepflicht
abwimmeln, an andere Kassen verweisen oder aber im Rahmen ihrer "Beratung" mit der Angst von Patientinnen und Patienten spielen, handeln unseriös. Zudem verspielen sie das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die gesetzliche Krankenversicherung. Anders als bei privaten Versicherungsunternehmen dürfen gesetzliche Krankenkassen keine Gesundheitsprüfung durchführen oder kranke Versicherte abweisen.
Das Recht auf Kassenwechsel besteht, wenn Krankenkassen geschlossen werden oder aber beispielsweise einen Zusatzbeitrag erheben bzw. diesen erhöhen. Alle gesetzlichen Kassen bieten einen auf höchstem Niveau umfassend gleichen Leistungsumfang für Patientinnen und Patienten.
Versicherte und Patienten brauchen eine Lobby.
Diese Idee stößt bei der Landtagsabgeordneten auf großen Zuspruch: „Die Betroffenen brauchen in dieser Situation keine politischen Sprüche, sondern tatkräftige Unterstützung!“
Zum Thema „Gesundheitspolitik“ sind am Samstagvormittag, 21.05.2011, Landshuter Genossinnen und Genossen im Stadtgebiet unterwegs, um mit den Landshuter Bürgerinnen und Bürgern in Gespräche zu treten.

 

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