Acryl trifft Kaffeesack

Veröffentlicht am 30.10.2014 in Veranstaltungen

Eva Zinke präsentierte Ihre Werke

Unter diesem Motto wurde am vergangenen Freitag die Ausstellung- und Veranstaltungsreihe des Evangelischen Bildungswerkes zum Thema Kaffee als Handels- und Kulturgut durch den Organisator Gerhard Wick eröffnet.

Vor der offiziellen Eröffnung hat  ein Hobby-Kaffeeröster im kleinen Maßstab anschaulich und eindrucksvoll Kaffee in traditioneller Methode vor den Augen des Publikums geröstet.  Dabei gab er Interessantes und Kurioses über Kaffee, dessen Vielfalt, Kultur, Geschichte und die Wirkung auf den menschlichen Körper zum Besten. Eva Zinke die Künstlerin, sieht sich als Botschafterin eines neuen Umgangs mit Kaffee. Hinter jedem gebrauchten Kaffeesack steckt eine Geschichte. Sie erzählen von Menschen, von Schicksalen rund um die Kaffeebohne. Eva Zinke nimmt als Künstlerin Kaffeesäcke, die sie von lokalen Kaffeeröstereien bezieht und integriert deren Aufdrucke in ihre Malerei. Anregungen erhält sie durch ihre Recherchen über die Herkunft der Kaffeesäcke. So gibt es viele Kooperativen, die im Netzwerk des fairen Handels menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen ermöglichen können. Die bedruckten Säcke symbolisieren oft den Stolz der Kaffeebauern über ihre Produkte, die in die ganze Welt geliefert werden. Mit ihrer Malerei will die Künstlerin ein Zeichen für den fairen Handel in der Dritten Welt setzen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Sopranistin Cosima Höllerer, Sie sang die Kaffee-Kantate von J. S. Bach in Auszügen „Schweigt stille, plaudert nicht“, so lautet der offizielle Titel der «Kaffeekantate», eine kleine Liebeserklärung an den Kaffee. Nachdenkliches unter dem Motto „Die grüne Hungersnot“ las Herbert Schuster, aus Jean Zieglers „Das Imperium der Schande“ Auszüge aus dem Buch vor, in dem es um die ungerechte Weltordnung geht.

Spekulation tötet Menschen – Das Wetten auf Lebensmittel lautet der Titel der nächsten Veranstaltung. Die Hungerkrise in der Welt wird durch Spekulation mit Nahrungsmitteln verschärft. Die Preisexplosion für viele Grundnahrungsmittel hat in den letzten Jahren die Zahl der Hungernden um viele Millionen Menschen ansteigen lassen. Diverse Studien zeigen den Zusammenhang zwischen der Spekulation mit Nahrungsmitteln, Preisschwankungen und Hunger. In vielen Entwicklungsländern geben die Armen bis zu 80 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus; Preissprünge ziehen dramatische Konsequenzen nach sich. Es referiert: Ralph Korschinsky, Geschäftsführer der Katholischen Arbeiterbewegung, Bamberg   Die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem  Evangelischen Bildungswerk, der Arbeiterwohlfahrt Landshut und der Landshuter SPD organisiert wurde, findet am 30.10.2014 ab 19.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus der Landshuter AWO in der Ludmillastrasse statt. Der Eintritt ist frei.

 

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