Was tut sich in Landshut für unsere ganz Kleinen?

Veröffentlicht am 28.02.2016 in Presse

SPD-Frauen im Fachgespräch mit Margarete Paintner

Am vergangenen Montag führten die Vorsitzende der Landshuter SPD, Stadträtin Anja König, und ihre Stellvertreterin und OB-Kandidatin Patricia Steinberger ein Fachgespräch zum Thema Kinderbetreuung in Landshut mit der Fachbereichsverantwortlichen der Stadt Landshut Margarete Paintner. In erster Linie interessierte die SPD-Frauen wie hoch der Bedarf derzeit ist und inwieweit dieser in Landshut gedeckt werden kann.

Frau Paintner ging anfangs hauptsächlich auf die Krippenplätze ein. Nachdem Kinder ab der Vollendung des ersten Lebensjahres seit dem 01. August 2013 einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege haben, galt es im Stadtbereich um viele Plätze aufzurüsten. Dies sei stetig passiert und für ca. 30 % der Kinder im Alter zwischen ein und drei Jahren seien Betreuungsplätze vorhanden. Das erklärte Ziel von 37 % ist damit in Landshut noch nicht erreicht, und es bestünde noch ein Restbedarf von ca. 60 Plätzen.

Viel drängender sei das Problem für Kinder ab 3 Jahren im Kindergartenbereich. Es  fehlten hier ca. 260 Plätze und dies sei eine echte Herausforderung in den vergangenen und für die künftigen Monate. Die Stadt Landshut selbst betreibt nur 3 Kindereinrichtungen und so sei die Verwaltung auf die gute Zusammenarbeit mit den freien Trägern wie der AWO, der Caritas, der Lebenshilfe, den kirchlichen Trägern und auch privaten Einrichtungen angewiesen. Diese seien stets offen und handlungsbereit und man sei im Gespräch über verschiedene Erweiterungsoptionen. Ein weiteres Hindernis stelle auch der Mangel an Fachpersonal dar. Die Kindereinrichtungen haben einen ganz klaren Bildungsauftrag zu erfüllen, es gehe daher immer mehr um die Qualität der Einrichtungen.

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Patricia Steinberger warf an dieser Stelle ein: “Das liegt sicherlich nach wie vor daran, dass gerade diese Berufe immer noch zu schlecht bezahlt werden und hier ist vor allem die Politik gefragt.” Es sei zwar schon nachgebessert worden, allerdings seien die Pflegeberufe allgemein noch zu unattraktiv für die männliche Arbeitnehmerschaft. Dabei wäre es wichtig, dass die Kleinen auch in den Betreuungseinrichtungen genau wie zu Hause auch beide Geschlechter als Ansprechpartner haben. Dies gelte auch für den Beruf der Grundschullehrer.

Die Einführung des Betreuungsgeldes habe einen kleinen Einbruch in der Nachfrage nach Krippenplätzen ausgelöst. Allerdings sei dieser “Tausch” nachteilig für die Kinder, die aus bildungsferneren Elternhäusern kommen. Genau deshalb habe sich die SPD gegen die Einführung des Betreuungsgeldes ausgesprochen, fügte Stadträtin Anja König hinzu. “Spracherwerb und der Erwerb von Sozialkompetenz von kleinauf sind doch die wichtigsten Grundlagen für spätere Chancengleichheit in unserer Gesellschaft.”, so König. Dies konnte Margarete Paintner nur unterstützen, denn in der Schule könnten diese Versäumnisse nicht so leicht aufgeholt werden.

Mit dem vom Stadtrat beschlossenen Neubau von von zwei Kindereinrichtungen käme die Stadt der Nachfrage ein ganzes Stück näher, allerdings könnten nach wie vor nicht alle Wünsche der Eltern  erfüllt werden. Es müsse auch künftig weiterhin an jeder Stellschschraube gedreht werden, ob Neubau, Sanierungen mit Erweiterungen wo möglich oder auch neuen Konzepten müsse man stets positiv und aufgeschlossen gegenüber stehen.

“Das werde ich auf jeden Fall in Zukunft unterstützen, denn aus eigener Erfahrung weiß ich wie wichtig es ist, dass eine Mutter, wenn sie arbeiten gehen muss oder will, ihr Kind in guten Händen weiß.”, erklärt Steinberger zum Abschluss.

 

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