Wichtiger Meilenstein für die stadteigene Energiewende

Veröffentlicht am 12.07.2015 in Presse

Foto v.l.: Robert Gewies, Dietmar Franzke, Armin Bardelle, Anja König, Thomas Vittinghof

SPD-Fraktion besichtigt Biomasseheizkraftwerk

Am vergangenen Dienstag besichtigten Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion das Biomasseheizkraftwerk. Stadtwerkechef Armin Bardelle und Leiter des BMHKW Thomas Vittinghof präsentierten die aktuellsten Daten und Fakten und führten die Besucher durch das BMHKW.

Am 11.09.2007 hatte der Stadtrat einstimmig beschlossen, dass bis 2037 die Energieversorgung der Stadt Landshut vollständig, d. h. zu 100 %, auf Erneuerbare Energien umzustellen ist. „Das Biomasseheizkraftwerk ist ein wichtiger Meilenstein für dieses ehrgeizige Ziel der Stadt“, betont Fraktionsvorsitzender Robert Gewies, deshalb sei der Besuch und das Interesse an diesem Projekt für die SPD-Fraktion von großer Bedeutung.

Zu Beginn präsentierten Armin Bardelle und Thomas Vittinghof kurz die Geschichte vom Bau der Müllverbrennungsanlage 1969 bis hin zur Umstellung auf Biomasse 2011. Da die Müllverbrennungsanlage bereits über die Technik und auch das Fachpersonal verfügte, bot sich die Umstellung auf Biomasse geradezu an. „Und wenn wir nicht so hartnäckig am Ball geblieben wären, wäre dieses Projekt nie zustande gekommen“, ergänzte Stadtrat Dietmar Franzke. Inzwischen haben die Stadtwerke mit Hilfe des Biomasseheizkraftwerkes die Eigenenergieerzeugung von 8 auf 12 % gesteigert, berichtete Armin Bardelle und rein rechnerisch könnten bis zu 5800 Haushalte mit Energie versorgt werden. Mit dem eingesetzten Brennstoff, Material aus der Landschaftspflege und dem holzigen Anteil aus der kommunalen Grüngutsammlung, hat das Biomasseheizkraftwerk in Landshut ein Alleinstellungsmerkmal.

Während andere, vergleichbare Anlagen nur hochwertige Hackschnitzel aus Landschaftspflegehölzern beimischen können, fährt das Landshuter Biomasseheizkraftwerk zu 100 Prozent mit Landschaftspflegematerial minderer Qualität. Die Folge: auch der Preis für die Fernwärme bleibt stabil. Denn die Brennstoffe sind auf lange Frist gesehen sicher und konstant verfügbar. 

Der derzeitige Fernwärmeausbau schreite gut voran, mit 19 km Fernwärmenetz würden derzeit ca. 100 Kunden versorgt, von denen ca. 50 % Großabnehmer seien. Bis zu 4000 Haushalte könnten bei einer Wärmeabgabe von rund 61 Gigawattstunden pro Jahr mit Fernwärme aus dem BMHKW versorgt werden. Damit werden pro Jahr 7,5 Mio Liter Heizöl eingespart werden und die Produktion ist CO2-neutral, d.h. es werden rund 23.800 Tonnen CO2 eingespart.

„Damit ist der Beitrag zum Umweltschutz bereits garantiert und künftige Generationen werden es uns danken“, stellt Stadträtin Anja König fest. Jede Landshuter Familie, die sich an das Fernwärmenetz anschließe, trage somit aktiv zur stadteigenen Energiewende bei und schützt die Umwelt.

Foto v.l.: Robert Gewies, Dietmar Franzke, Armin Bardelle, Anja König, Thomas Vittinghof

 

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